Hinrichtungen in Hannover

Die Todesurteile der im Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis am Waterlooplatz inhaftierten Soldaten, sollen auf dem Schießplatz der Wehrmacht in Hannover-Vahrenheide vollstreckt worden sein. Reste der Schießanlage existierten noch bis vor wenigen Jahren auf dem Gelände der ehem. Offizierschule des Heeres (Emmich-Cambrai-Kaserne) an der Kugelfangtrifft. Inzwischen wird das Gelände weiträumig durch die Bundeswehr neu gestaltet. Eine Gedenktafel sucht man jedoch vergebens.
Es existiert ein Dokument zu Anton Johannes Biesterfeld, auf dem als Hinrichtungsort „Garnisonsschiessplatz Hannover" verzeichnet ist. Damit ist die Erschiessung dort auch wissenschaftlich belegbar.
 
Namensliste der erschossenen Deserteure und „Wehrkraftzersetzer“ auf dem ehemaligen Garnisonsfriedhof in Hannover-Linden, heute Stadtfriedhof Fössefeld
 
Hubert Breitschaft, geb. 11.11.1903 in Cham, wg. "Wehrkraftzersetzung" erschossen am 12.12.1944
Karl Weinmann, geb. 19.5.1895, aus Speyer, wg. "Wehrkraftzersetzung" erschossen am 29.12.1944
Hans Ciesielski, geb. 10.5.1920, wg. Fahnenflucht erschossen am 30.12.1944
Wilhelm Pohl, geb. 11.6. 1912 in Duisburg, wg. Fahnenflucht erschossen am 22.1.1941
Henry Stucke, geb. 4.5.1910 in Lauenenstein, wg. Fahnenflucht erschossen am 8.8.1940
Franz Trepesch, geb. 6. 9. 1910, wg. Fahnenflucht erschossen am 24. 10. 1940
Waldemar Becker, geb. 2.3.1900, erschossen am 27.3.1942
Anton Johannes Biesterfeld, geb. 16.12.1919 Breda/Holland, wg. Fahnenflucht erschossen am 09.11.1944
Erwin Branoner, geb..05.1903 Rixdorf, wg. Fahnenflucht erschossen am 11.09.1944 07.06 Uhr
Richard Browatzki, geb. 24.10.1912, wohnhaft Elbing, erschossen am 12.09.1944 06.52 Uhr