Auszüge aus einigen Rezensionen. Die Volltexte sind verlinkt.

"Ralf Buchterkirchen gelangt in seinem [...] Buch [...] auf einem ganz anderem Weg zum Thema Desertion als sonst üblich. Er wählt den Ausgangspunkt Männlichkeitsentwürfe und macht deutlich, wie anknüpfend an Drangsalieren von jungen Männern in Preußen, im Nationalsozialismus „Manneszucht“ zentral gesetzt wurde. „Moral, Disziplin und Kameradschaft“ wurden unter dem Begriff „Manneszucht“ zusammengedacht, Militär, Männlichkeit und Bürgerrechte eng miteinander verzahnt." --maedchenblog.blogsport.de, 3. Januar 2011

"Ob der Deserteur ein Held oder ein Feigling ist, hängt von der Sichtweise der politischen Gesinnung ab. Diejenigen, die sich dem Krieg entzogen haben, hatten während der Nazizeit die Repressionen der Militärjustiz zu fürchten. Für die Antifaschischten waren sie jedoch Helden. Wie aber gingen sie selbst mit diesen Stereotypen um, wie und warum haben sie den Gehorsam verweigert? Diesen und anderen Fragen geht der Autor Ralf Bucherkirchen in seinem Buch [...] nach". --Stuttgarter Nachrichten, 9.1.2012

"Ihm gelingt es so in seinem Buch, all diese Themen zusammenzutragen und damit deutlich zu machen, welche Bedeutung die Desertion im II. Weltkrieg und aktuell hat als „Tat gegen die militärische Logik“. Kurz gesagt: Ein lesenswertes Buch." Rudi Friedrich, KDV im Krieg 02.02.2012 und hier

"Die vorliegende Arbeit von Buchterkirchen ist viel mehr als nur eine lokale oder regionale Untersuchung. [...] Wer nicht die umfangreichen Arbeiten von Wette, Wüllner, Messerschmidt und anderen studieren will, findet hier eine vorzügliche Einführung und Übersicht über die verbrecherische Tradition der Militärjustiz.." -- Ulrich Finckh, Friedensforum 01/2012 hier nachzulesen

"Man braucht erst so einen Anstoß, um wirklich darüber nachzudenken und um sich selbst die Frage zu stellen[...]braucht man erst einmal Informationen und Bezüge, die man in diesem Buch hervorragend aufbereitet finden kann." -- Birgit Schwäbe, Praktikantin im Friedenszentrum - erschienen im Braunschweiger Spiegel und hier

"Gefördert durch die „Bertha-von-Suttner-Stiftung“ hat jetzt Ralf Buchterkirchen mit den „vergessenen Morden“ und der verschleppten Rehabilitation der Opfer auseinandergesetzt. Buchterkirchen beleuchtet sehr unterschiedlichen Motive der Opfer und die grausam finale Reaktion der Nazi-Kriegsjustiz etwa auf die beiläufig geäußerte Meinung, der Krieg sei verloren. In den meisten Fällen sind die Opfer denunziert worden.[...] Ralf Buchterkirchens Buch „.. und wenn sie mich an die Wand stellen“ ist beispielhaft, denn an vielen Orten im Lande gilt es nach wie vor, die Geschichte und Geschichten von vielfach immer noch unbekannten Deserteure aufzuarbeiten." -- Lothar Pöllähne, SPD, Bezirksbürgermeister Hannover Südstadt/Bult hier komplett

"[...] es ist ein liebevoll erarbeitetes Puzzle, es ist wie ein behutsames Zur-Ruhe-Betten der Opfer." ---Ulrike Kümel, Rosige Zeiten Oldenburg Ausgabe 141 hier komplett

"Ralf Buchterkirchen ist somit ein informatives, sich auf zahlreiche Quellen stützendes, Werk gelungen" Sebastian Willert, Informationen, 76: 36.

"Buchterkirchen liefert eine gut strukturierte Arbeit, in der er, ausgehend von Betrachtungen zu „Manneszucht und Wehrwürdigkeit“ (S. 15), die konkreten Rahmenbedingungen beschreibt und diskutiert, mit denen Gehorsamsverweigerung in der Deutschen Wehrmacht verfolgt wurde. Er würdigt dabei die Orte der Verfolgung, die Straftatbestände die unterschieden wurden; er bespricht die Gerichtsverfahren, die oft – und nicht nur in den letzten Tagen des verbrecherischen deutschen Krieges – jede Verteidigungsmöglichkeit der Angeklagten ad absurdum führten. Und schließlich – und das ist einer der wichtigen Punkte – stellt er als „persönliche Autonomie“ die sehr individuellen „Motive für Ungehorsam“ (S. 55) vor.[...] Erst in wenigen Städten gibt es Denkmale für Deserteure und finden Debatten über ihre Anerkennung statt – eine Rehabilitation, die entsprechend auch in die Städte getragen würde und nicht klammheimlich stattfindet. Dazu leistet das Buch einen wichtigen Beitrag und stellt auch abschließend die Frage, was Verweigerung von Gehorsam für eine moderne zivil organisierte Gesellschaft bedeuten kann und muss." Kritisch Lesen vom 04.12.2012, Rezension von Zülfukar Çetin

 Friedensaktivisten aus Hannover haben in jahrelanger Kleinarbeit die Geschichte von Deserteuren 1933 – 1945 in und aus Hannover zusammengetragen. Herausgekommen ist ein schmales (177 Seiten), reich illustriertes Büchlein, in dem der lokale Bezug nur als Beispiel dient. Der Autor schafft es, aus den vorliegenden Quellen und 51 Einzelschicksalen die Maschinerie von Militär und Justiz aufzudecken, wie auch den bundesrepublikanischen Umgang mit diesen vergessenen Justizmorden. Der Autor beleuchtet die Straftatbestände (Fahnenflucht, Wehrkraftzersetzung, Kriegsverrat), Verurteilung und Vollstreckung, Strafbataillone und Straflager, aber auch die Motive für Ungehorsam (meist einfach der Wunsch zu überleben). BRD und DDR gingen mit den Weltkriegsdeserteuren unterschiedlich um. Im Westen machten die Blutrichter oft Karriere und erst 2002 wurden die Deserteure durch den Bundestag rehabilitiert. Das Buch endet hoffnungsvoll mit der spannenden Geschichte des hannoveraner Deserteur-Denkmals – und mit "Desertion heute" am Beispiel des Irakkriegs. Ich wünsche dieser facettenreichen, sehr gut geschriebenen Darstellung eine weite Verbreitung!" ---  (Zeitschrift "Kaulquappe" des Friedensmuseums Nürnberg, http://friedensmuseum.odn.de/news/news52.htm#kap9 )

Der hannoversche Autor Ralf Buchterkirchen hat unter dem Titel „… und wenn sie mich an die Wand stellen“ ein Buch über Desertion, Wehrkraftzersetzung und „Kriegsverrat“ von Soldaten in und aus Hannover in den Jahren 1933 bis 1945 geschrieben. Darin enthalten sind unter anderen die Geschichten von Hubert Breitschaft und Robert Gauweiler. Breitschaft, Lehrer aus Bayern, kostete die spontane Reaktion auf das misslungene Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 – „Schade, dass es ihn nicht erwischt hat!“ – das Leben. Er wurde zum Tode verurteilt und in Hannover hingerichtet. Der Hannoveraner Robert Gauweiler hatte im Kameradenkreis die Befürchtung geäußert: „Diesen Krieg verlieren wir.“ Dafür verurteilte ihn die Wehrmachtsjustiz in Dänemark zum Tode. Für diese und andere Opfer der NS-Militärjustiz hat das Antikriegshaus vor fünfzehn Jahren das Deserteurdenkmal in Sievershausen errichtet.  www.lehrte.de (Direktlink: http://www.lehrte.de/Portaldata/1/Resources/3_kultur_sport_freizeit/dokumente/Kulturfahrplan__3_2012.pdf )

außerdem:
Interview zum Buch bei freie-radios.net: http://www.freie-radios.net/43631
Interview zum Buch bei Queer.de: http://www.queer.de/detail.php?article_id=20315